Robotik AG

In diesem Schuljahr findet erstmals eine Robotik-AG statt, in der Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen mit Lego Mindstorms Robotern Erfahrungen im Bauen, Programmieren und Steuern sammeln.

Einige Lehrkräfte wurden hierfür auch an der LEGO Education Acadamy (MINT - Unterricht mit LEGO MINDSTORMS Education EV3) weitergebildet.

 

 

 


Eberbacher Werkrealschule stellt auf interaktive Whiteboards um

Kreide sucht man inzwischen in der Werkrealschule (WRS) fast vergeblich. Grüne Tafeln mit Wischschwämmen gibt es nur noch vereinzelt. Seit 2011 hat die Schule sukzessive umgerüstet: Auf "Interaktive Whiteboards".

Was genau das ist, erklären Rektor Udo Geilsdörfer und Konrektor Jan Coßmann: "Ein Whiteboard ist eine weiße Tafel, auf der mit Markern geschrieben wird. Durch den Beamer lässt sich zusätzlich vom PC aus etwas auf das Board projizieren. Bei einem interaktiven Whiteboard lässt sich aber auch alles, was über den Laptop läuft direkt an der Tafel nutzen und bearbeiten; natürlich auch Bilder, Videos und Programme Die digitalen Tafeln dienen somit als Projektionswand. Digitale Inhalte können aber auch direkt an der Tafel bearbeitet werden. In Deutschland findet man solche "digitalen Tafeln" noch recht selten; im Rhein-Neckar-Kreis lässt sich die WRS laut Geilsdörfer und Coßmann auch als Vorzeigeschule bezeichnen.

Inzwischen gibt es 13 solcher interaktiven digitalen Tafeln in allen Klassen- und in zwei Fachräumen der Werkrealschule. Kosten pro Stück: Rund 5000 Euro. Dazu ist noch ein interaktiver Fernseher in die Schule eingezogen. Das etwa 4000 Euro teure Gerät funktioniert in etwa wie ein Tablet; ist eben nur wesentlich größer. Das Geld für die Neuerungen habe man in den vergangenen Jahren vom Budget der Stadt abgespart. "Die interaktiven Whiteboards sind ein Gewinn für Lehrer und Schüler", sind sich Geilsdörfer und Coßmann einig. Lehrer können ihren Unterrichtsstoff speichern, "didaktisch lässt es sich ganz anders arbeiten". Das Tafelbild wird nicht weggewischt, man kann immer wieder darauf zugreifen. "Es kann kein Schüler mehr sagen ’Das haben wir noch nie gemacht’"; sagt Geilsdörfer lachend. Zudem kann man auf alle Audio- und Videodateien zugreifen, ohne erst den großen Fernsehwagen zu holen; "es ist alles vor Ort - das ist die Zukunft der Informationsbeschaffung."

Für Coßmann, der sich bereits im Jahr 2011 auf der Didacta (Bildungsmesse in Stuttgart) erstmals ausführlich mit den Whiteboards beschäftigt hat und inzwischen von Geilsdörfer als der "Fachmann" bezeichnet wird, steht fest: "Viele Inhalte lassen sich viel schneller bearbeiten". Bereits die Anschaffung des ersten Boards in der Schule sei auf eine sehr hohe Akzeptanz gestoßen. "Irgendwann wollten alle Lehrer eins haben." Dabei nutze jeder Lehrer die digitale Tafel unterschiedlich; "je nach seinen Bedürfnissen und natürlich nach den Bedürfnissen der Schüler". Geilsdörfer fügt an: "Jede Klasse lernt anders. Wir haben jedes Jahr andere Schüler, andere Leistungs- und andere Sozialzusammensetzungen, andere Persönlichkeiten. Jeden Tag wird der Unterricht darauf abgestimmt."

Bei den Schülern, da sind sich Geilsdörfer und Coßmann einig, ist die Motivation seit der Anschaffung der digitalen Tafeln gestiegen. "Es ist spannender, man kann sie besser einbinden, sie gestalten den Unterricht mit. Und zum Teil gibt’s da auch Experten, die zeigen den Lehrern, wie sich etwas gestalten lässt."

Durch die interaktiven Whiteboards eröffnen sich "ganz andere Möglichkeiten". So können beispielsweise bei sogenannten Mind-Maps (Gedanken- oder Gedächtnislandkarten) die Schriftgrößen angepasst oder Weltkarten beschriftet werden. Wenn es etwa um den Aufbau eines Schichtvulkans geht, kann auch eine "Lern App" benutzt werden. "Es gibt viele kostenlose Seiten; Software für alle schulischen Bereiche. Natürlich wird von den Lehrern alles vorher getestet."

Seit ein paar Monaten gibt es in der Werkrealschule auch WLAN. Allerdings noch nicht für die Schüler. "Da müssen wir noch eine Struktur überlegen; Ziel ist, dass die Schüler es für schulische Arbeiten nutzen."

Geilsdörfer ist sich sicher, dass es irgendwann auch keine Schulbücher mehr geben wird, die neuen Bücher des Bildungsplans 2016 sind bereits auch in digitaler Form vorhanden.

Derzeit versucht die Schule mehr Tablets anzuschaffen, bislang gibt es noch keinen Klassensatz. Die Richtung geht hin zur Digitalisierung. "Wir gehen mit der Zeit - das wird auch gefordert", so Geilsdörfer und Coßmann. Bereits heute hat das Fach ITG (Informationstechnische Grundbildung) einen sehr hohen Stellenwert - "und dafür bekommen wir immer wieder positive Rückmeldungen der Betriebe".

(Quelle:RNZ/ Martina Birkelbach vom 23.03.2017)